Planen · 30 Minuten
Die Sonntagsstunde
Ich mochte den Begriff „Wochenplanung" nicht. Er klang nach Produktivität, nach Optimieren, nach noch einer Sache, die man richtig machen kann.
Was ich stattdessen mache, ist weniger ehrgeizig: Ich schaue mir einmal an, was kommt, damit es mich am Dienstag nicht überrascht.
Was ich in dreißig Minuten mache
Erst den Kalender öffnen und schauen, an welchen Tagen wirklich etwas los ist. Bei mir sind das meist zwei.
Dann eine Frage: Wo wird es eng? Meistens sehe ich es sofort — der Mittwoch mit drei Terminen und dem Abendessen danach.
Dann verschiebe ich eine Sache. Nur eine. Nicht drei, nicht alles.
Warum nur eine
Weil ich es sonst nicht mache. In den ersten Wochen habe ich versucht, die ganze Woche umzubauen, und bin nach zwanzig Minuten frustriert aufgestanden.
Eine Sache verschieben ist so klein, dass es immer geht. Über zwölf Wochen sind das zwölf Mittwoche, die weniger eng waren.
Der Teil, der wirklich wirkt
Ich trage einen Termin für mich ein, bevor die Woche voll ist. Nicht danach.
Das ist der ganze Unterschied. Trage ich ihn am Sonntag ein, ist er da, wenn am Dienstag jemand fragt, ob ich Donnerstagabend Zeit habe. Trage ich ihn nicht ein, ist Donnerstagabend frei, und dann ist er weg.
Was ich benutze
Wochenplaner auf Papier
Digitale Kalender zeigen mir Termine, aber nicht, wie voll eine Woche sich anfühlt. Auf Papier sehe ich die Dichte auf einen Blick.
Bei Amazon ansehen Werbelink, öffnet in neuem FensterWarum Sonntag
Nicht aus Prinzip. Der Sonntagabend ist bei mir die einzige Zeit, in der ich ohnehin nichts vorhabe und trotzdem schon an Montag denke. Diese halbe Stunde war sowieso Unruhe. Jetzt ist sie wenigstens nützlich.
Wenn dein ruhiger Punkt der Freitagnachmittag ist, nimm den.
Persönlicher Erfahrungsbericht, keine gesundheitliche Beratung. Wenn es dir länger schlecht geht, sprich bitte mit einer Ärztin oder einem Arzt.